1979

Nach dem ruhigeren 1978 ging es mit viel Schwung in das Jahr 1979. Mit der zur Rallyeeuropameisterschaft zählenden „Sachs-Winter-Rallye“, der „Harz-Heide-Fahrt“ und der „Roland-Rallye“ wurden gleich drei Top- Veranstaltungen in Rethem ausgetragen. Mit Weltmeister Walter Röhrl konnte man auch das Aushängeschild des deutschen Rallyesports in Rethem begrüßen. Im Februar führte die „Sachs-Winter-Rallye“ durch Rethem. Bei dieser vom MSC mitorganisierten Veranstaltung, die fast im Schnee erstickte, siegten W.Röhrl / C.Geiststörfer auf einem Fiat. Der Mannschaftssieg ging an den MSC Aller-Leine. Viele der Fahrer aus ganz Europa mußten den spiegelglatten Strecken Tribut zollen. So erwischte es auch den schwedischen Formel-3-Europameister Graf Kottolinski, der in Stöcken aufgab und die Stöckener Gastronomie genießen durfte. Die Feuerwehren aus Rethem und Altenwahlingen hatten die Nachtprüfungen mit Flutlicht so gut ausgeleuchtet, daß über 3000 Zuschauer in der Nacht die Strecken säumten.

Die vom ADAC organisierte „Harz-Heide-Fahrt“ im März hatte ebenfalls Rethem als Start und Zielort. Auch diesen Mannschaftssieg erkämpfte der MSC während der Einzelsieg an das Team Schnoor / Lieske ging. 

Zusammen mit dem ASC Bremen wurde im Mai mit der „Int. Roland-Rallye“ erstmals ein Lauf zur Deutschen Meisterschaft organisiert. Fast 900 Helfer, 45 Feuerwehren, 80 Funkwagen und eine komplette Einsatzstaffel der Johanniter sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Unter den 135 Startern gingen alle deutschen Spitzenfahrer an den Start. Der Sieg ging an die späteren Deutschen Meister Reinhard Hainbach / Klaus Fabisch (Ford) vor Europameister und Opel-Werksfahrer Jochi Kleint / Gunther Wanger und dem VW-Werksteam Holger Bohne / Peter Dieckmann.

Einen neuen Melderekord mit 255 Fahrern konnte auch der zur Deutschen Meisterschaft gewertete „Aller-Leine- Slalom“ verbuchen und mußte an zwei Tagen durchgeführt werden.

Durch die reibungslose Organisation der MSC-Veranstaltungen wurde der Club auch für ADAC-Veranstaltungen eingespannt. So waren fast 100 MSC-Helfer beim „ADAC- Flugplatzrennen“ in Wunstorf dabei und auch die Rallye Wolfsburg-Berlin und das Rallycrossrennen auf dem Aue-Ring wurde vom MSC unterstützt. Die „Wahlinger Fahrrad-Rallye“ lockte diesmal 109 Radfahrer auf die Strecke.

Fritz Koldewey erhielt nach dem Rethemer Bruno Beuss (1961), als zweiter Rethemer Motorsportler das „ADAC-Sportabzeichen in Gold mit Brillanten“. H.Schou bekam die Nadel in Gold, Adolf Ahrens in Silber und Jürgen Jahns in Bronze. Die „Ewald-Kroth-Medaille“ für besondere Verdienste um den Motorsport ging an H.Schou, A.Ahrens und H.Lüders.

Der MSC siegte in der Mannschaftswertung der „Hunsrück-Rallye“ der damaligen Deutschland-Rallye. Cord-H. Mönchmeyer erreichte bei seinem ersten Auslandsstart in Österreich einen Klassensieg. Heinrich Heemsoth erkämpfte beim Estering-Pokal, der inoffiziellen deutschen Rallyecross- Meisterschaft, Platz 7. Hermann Lüders belegte Spitzenplätze in der Norddeutschen Slalommeisterschaft. Henning Schou und Adolf Ahrens konnten Erfolge in der Deutschen Rallyemeisterschaft verbuchen und bei der Int. Hunsrück-Rallye mit Top-Zeiten sogar die Werksteams ärgern..

Neu in den Vorstand kam Fritz Koldewey als Sportleiter und Jürgen Jahns übernahm wieder das Amt des Schatzmeisters.

Der Clubpokal ging an Werner Lewitzki vor Heinrich Quade und Renate Kugler.

Slalommeister wurde Hermann Lüders, Crossmeister C.Mönchmeyer und Rallyemeister Henning Schou.