1977

Bevor die Motorsportsaison mit der Sachs-Winterrallye startete, gab es in der “Rethemer Fähre” zur Saisoneröffnung ein zünftiges Rallyefest.  Alles was in Norddeutschland Rang und Namen hatte war vertreten. Ob Gustl Brusch, Hannes Schnoor Jörn Nicola oder Ulli Moch, alle waren der Einladung von Hennig sdchou gefolgt und gingen im Anschluß am 1.Lauf zur Deutschen Rallyemeisterschaft an den Start. Dabei waren vom MSC auch Henning Schou und Adolf Ahrens auf einem Golf LS !!

Die „3.ADAC Aller-Leine Rallye“ des Rethemer Clubs wurde 1977 sogar international ausgeschrieben und sieben!! Meisterschaftsprädikate, darunter der „Deutsche-Rallye-Pokal“, wurden an den MSC vergeben.

Eine große Motorsport-Zeitschrift schreibt hinterher: „Hier sind alle - Fahrer, Helfer, Organisatoren und das ganze Rallye-Dorf Rethem eine große Gemeinschaft. Wer meckert, liegt daneben.  Die Organisatoren sind alles aktive Fahrer, und Kritik wird beim Bier unter Freunden mit einem Schulterklopfen angemeldet. Ein schönen Wochenende war das!“

Mit 137 Fahrzeugen gab es bei der 674 km langen mit 17 Wertungsprüfungen gespickten „Int. ADAC Aller-Leine Rallye“ auch einen neuen Starterrekord. Fast 800 Helfer (allein 10 Feuerwehren) sorgten mit Fahrtleiter H.Schou wieder für einen reibungslosen Ablauf. Als Gesamtsieger wurde das Team Averbeck / Weusthof auf Porsche Carrera gefeiert, das sich auch gegen Fahrer aus Dänemark, Schweden und sogar Neuseeland durchsetzen konnte. Der Start wurde vor das Rathaus Hannover verlegt und die Veranstaltung verfolgten mehrere 1000 Besucher. Mit der Startnummer 0 fuhr Fahrtleiter Schou den ersten vielbeachteten Mitsubishi Colt Lancer Werksrallyewagen in Deutschland, der schon bei der Rallye Vorderpfalz mit dem Journalisten P.Hildebrandt und dem Rethemer Adolf Ahrens für Forure gesorgt hatte. Ein großes Strandfest im Zelt rundete die Veranstaltung ab.

Durch die guten Beziehungen zur VW-Motorsportabteilung wurden in und um Rethem Rallye- und Rennwagen der Presse vorgestellt. So landeten Fotos aus Rethem auch auf der Titelseite der renommierten Motorsport-Zeitschrift „rallye racing“.

Aber auch die heimischen Zeitungen wie die „Walsroder Zeitung“ und die „Verderner-Aller-Zeitung“ berichten in umfangreicher Form von den Rethemer Veranstaltungen und tragen zur großen Popularität des Motorsports in der Aller-Region bei.

Mit der „Harz-Heide-Fahrt“ holte der MSC erstmals auch einen Wertungslauf zur Deutschen Rallyemeisterschaft nach Rethem. Im Juli organisierte Hermann Lüders den „1.Aller-Leine-Slalom“ in Oerbke. Mit 121 Starter hatte man eines der größten Starterfelder in Norddeutschland und die Veranstaltung war Auftakt von einer Serie hochkarätiger MSC-Slalom-Veranstaltungen. 

Inzwischen hatte der MSC 7 Int. Lizenzfahrer und 14 nat. Lizenzfahrer. Als erfolgreichster MSC-Fahrer belegte C.-H.Mönchmeyer in der Niedersächsischen Autocross- Meisterschaft den 2. Platz und Adolf Ahrens in der Niedersächsischen Rallyemeisterschaft Platz 8 obwohl er nur an 6 der 10 Rallyes an den start gehen konnte. Günther Lehmann erreichte bei der Rallye „Tour d´Europe“, der mit 11000 km längsten Rallye Europas, Platz 2 in seiner Klasse. Der ebenfalls für den MSC startende Gustl Brusch wurde Niedersächsischer Rallyemeister. Weitere Siege errangen: C. Tau / F. Koldewey (Porsche) in Delmenhorst und Oldenburg, H.Schou / A.Ahrens (Golf) bei der Friegen-Rallye und Wiking-Rallye, G. Lehmann / Großmann (Datsun) bei der Rallye Melle, J. Haskamp/ J.Jahns (Datsun) bei der Rallye Selsingen, G. Neumann (NSU) beim Auto-Cross Lippspringe und H. Schou (Golf) Auto-Cross Hoope. 

Klaus Fittkau trat aus beruflichen Gründen als 1.Vorsitzer zurück. Als neuer Vorsitzender wurde Henning Schou gewählt. Zweiter Vorsitzender wurde Heiner Heemsoth und Schatzmeister Hermann Lüders.

Clubmeister wurde Jürgen Jahns vor Bernhard Gaebel und Heinrich Quade.